Bauformen

Damit Sie einen Eindruck davon bekommen, wie ein Hörsystem aussehen kann, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Bauformen vor:

Bauformen

Hinter-dem-Ohr-Systeme (HdO-Systeme)
Wie der Name schon sagt, ist dieses Hörsystem hinter dem Ohr angebracht. Man unterscheidet dabei drei Typen:

a) herkömmliche HdO-Systeme
Mit einem Tragehaken über der Ohrmuschel werden diese Geräte stabil hinter das Ohr gesetzt. Trifft der Schall auf das Mikrofon hinter dem Ohr, wird er verstärkt und über einen durchsichtigen Schallschlauch und das Ohrpaßstück weiter in den Gehörgang geleitet.

b) Mini-Schlauch-Syteme
Diese Geräte kommen ohne den klassischen Tragehaken aus, der durch einen mini-Schallschlauch ersetzt wird. Die hochwertige Technologie ist daher meist in einem kleinen, leichten und eleganten Gehäuse untergebracht, das beim Tragen kaum zu spüren und auch optisch äußerst unauffällig ist. Diese Art der HdO-Geräte ist für leichte bis mittlere Hörverluste geeignet.

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c) Ex-Hörer-HdO-Systeme
Bei diesen Geräten ist der Hörer wie beim IdO-Gerät im Gehörgang untergebracht, so dass die Geräte oft noch kleiner und eleganter ausfallen. Zudem können mit sogenannten Power-Varianten auch stärkere Hörverluste versorgt werden.

Von Vorteil ist hier vor allem, dass der Schall nicht mehr durch einen Schlauch akustisch verändert wird und im Vergleich zum IdO-Gerät offener versorgt werden kann.

Technik

Im-Ohr Geräte (IO-Systeme)
IO-Geräte werden im Ohr getragen. Das eingebaute Mikrofon liegt also genau dort, wo der Schall in das Ohr eintritt. Man unterscheidet drei Typen von IO-Geräten:

a) Concha-Gerät (Ohrmuschel-Gerät)
Dieses Hörsystem füllt die Ohrmuschel vollständig aus. Durch die Größe können Bedienelemente wie z.B. ein Lautstärkesteller problemlos untergebracht werden.

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b) Gehörgangsgeräte (Kanal-Geräte)
Diese Hörsysteme werden im Gehörgang getragen und sind dadurch kosmetisch unauffälliger, als die Ohrmuschel-Geräte. Bedienelemente können allerdings nur noch bedingt untergebracht werden.

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c) CIC-Geräte (Complete In the Channel)
Diese Im-Ohr-Hörsysteme stellen die kosmetisch unauffälligste Lösung dar, denn sie werden tief im Gehörgang platziert, der dafür eine gewisse Größe haben muss.

Bauformen

Lediglich ein kleines Nilonfädchen mit einer Kugel ragt heraus und sorgt dafür, dass Sie Ihr Hörsystem gut einsetzen und herausnehmen können. Diese Geräte sollten ausschließlich mit automatischer Technik ausgestattet sein, da für Bedienelemente kaum Platz besteht. Mit diesem System können nur leichte bis mittlere Hörverluste versorgt werden.

Da die Auswahl der Bauform stark von Ihrer Hörfähigkeit und individuellen Faktoren abhängig ist, sollten Sie sich möglichst nicht im Vorfeld auf eine Bauform festlegen. So ist es z.B. sinnvoll, bei bestimmten Arten von Hörstörungen, den Gehörgang unverschlossen zu lassen, was wiederum eine Versorgung mit einem Im-Ohr-Gerät weitestgehend ausschließt.

Ebenso kann ein HdO-System aus anatomischen Gründen für Sie ungeeignet sein.

Bitte lassen Sie sich individuell bei uns beraten. Wir wählen mit Ihnen zusammen das geeignete Hörsystem aus.