Hörforum in Kleve anlässlich des Welttags des Hörens am 03.03.2018

Hörforum in Kleve anlässlich des Welttags des Hörens am 03.03.2018

Die Firma Scheerer Hörakustik GmbH lud Kunden und Interessierte zum Hörforum nach Kleve ein. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse – morgens lag eine dünne Schneeschicht auf den Straßen – und zahlreicher krankheitsbedingter Absagen, hörten über 60 Personen Vorträge zu unterschiedlichen Themen rund ums Hören.

Der 1. stellvertretende Bürgermeister von Kleve, Joachim Schmidt, begrüßte die Teilnehmer und konnte aus eigener Erfahrung etwas zum Thema „schlechtes Verstehen in Gesellschaft“ beitragen. Wolfgang Scheerer gab schließlich einen Umriss der Firmengeschichte, in der die besondere Bedeutung von Aus- und Fortbildungen für den Berufsstand der Hörakustiker dargestellt wurde.

Barbara Beermann-Bütter von der Firma GN Resound beschäftigte sich mit dem Thema „Hören und Hörsystem-Versorgungen“. Sie stellte in anschaulicher Weise den Hörvorgang vor und erläuterte, welche Hörgeräteversorgungsmöglichkeiten es im Falle einer Hörstörung gibt.

Annika Vahrenkamp von der Firma Widex stellte in ihrem Vortrag „Die Vielfalt der Konnektivität mit Hörsystemen“ heraus, dass Hörgeräte eher Hörsysteme sind, die zur Verbesserung des Verstehens in verschiedenen Situationen mit anderen Hilfsmitteln gekoppelt werden können.

Mit dem immer wieder aktuelle Thema „Tinnitus – wenn es im Ohr rauscht“ beschäftigte sich Dunja Zatschka von der Firma Starkey. Neben einem Umriss von Entstehen, Arten und Behandlungs-möglichkeiten bei Tinnitus, legte sie einen Schwerpunkt auf die apparative Versorgung bei Tinnitus und Steuerungsmöglichkeiten über Apps.

Christof Kepser von der Firma Oticon konnte schließlich Studien vorstellen, in denen ein direkter Zusammenhang zwischen geistiger Fitness und der Hörfähigkeit erkennbar sind.

Nach einer Pause mit Getränken und kleinen Snacks und der Möglichkeit einen Hörtest zu machen und die Simulation von Hörsystemen zu erfahren, eröffnete Sebastian Scheerer den 2. Teil mit einem Vortrag über „Hörtraining“. Anhand anschaulicher Bilder konnte er vermitteln, wie wichtig Eingewöhnung und Training im Zusammenhang mit einer Hörsystem-Versorgung sind. Durch eine häufig lange Zeit des Nichthörens (weil erst spät mit einer Hörgeräteversorgung begonnen) werden die Nerven und Synapsen zurückgebildet und können durch gezieltes Training wieder gefördert werden .

Den Abschluss bildete Dr. med. Elmar Spyra, Chefarzt der Median-Klinik in Bad Salzuflen, zum Thema „Cochlea-Implantat – Taub sein und dennoch hören können“. Die zahlenreichen Fragen nach seinem Vortrag lassen erkennen, dass für immer mehr Menschen sich die Frage nach einem CI stellt, wenn die Hörsystemversorgung an ihre Grenzen kommt.

Nach 4 Stunden verabschiedete Wolfgang Scheerer die Teilnehmer/innen ins Wochenende.

Hörforum in Kleve anlässlich des Welttags des Hörens am 03.03.2018 Allgemein

Auf dem Foto: Wolfgang und Sebastian Scheerer

Hörforum in Kleve anlässlich des Welttags des Hörens am 03.03.2018 Allgemein

Auf dem Foto: Dr. Spyra